Montag, 20. Juli 2009

Alles hat ein Ende ...

... auch der "Orient Theater Express".

Nach einer eindrucksvollen, vom Publikum mit stehendem Applaus bedachten, letzten Vorstellung von "80 Tage 80 Nächte" im Theaterwaggon, ging das Theaterfestival am Stuttgarter Hafen in den frühen Morgenstunden mit einem rauschenden Abschlussfest zuende.

Im Laufe des Tages werden wir auch nochmals letztes Impressionen dieses Abschlussabends und der Abfahrt des Zuges Richtung Türkei im weblog online stellen. Wer möchte kann sich dann auch bei uns registrieren und in den nächsten Wochen und Monaten informiert bleiben, was mit dem Film passiert. Dazu aber später mehr.

Jetzt heißt es erst einmal ein leztes Mal auf zum Hafen und winken, wenn der Zug seine letzte Fahrt in Richtung Türkei beginnt.

Sonntag, 19. Juli 2009

Tiger möchte nochmals was sagen ...



Heute ist der zweitletzte Tag, und um ehrlich zu sein, es fühlt sich schon seltsam an, dass das Projekt bald vorbei ist. Nach zwei Monaten im Theaterzug wirkt alles sehr vertraut, eigentlich können wir uns ein Leben ohne Theater gar nicht mehr vorstellen. Heute gibts an dieser Stelle wohl zum letzten Mal ein Interview mit unserem geliebten Tiger, den wir wahrscheinlich am meisten vermissen werden.

Samstag, 18. Juli 2009

Ein langsames Interview



Manchmal stellen wir Filmemacher auch schwierige Fragen...
Auf dem Dach unseres Zugs erklärt der slowenische Schauspieler Primoz was Theater ist.

Freitag, 17. Juli 2009

Postdramatik



Postdramatisch nennt sich der Stil oder die Richtung dieses Theaters, so zumindest hat es uns eine Dramaturgin erklärt. In einer bekannten Internetenzyklopädie heisst es unter anderem: „Postdramatisches Theater kennt […] keinen Illusionismus mehr, sondern konzentriert sich darauf, die Aufführung zu zentralisieren und den Kommunikationsprozess zwischen Schauspieler und Publikum- die Autopeiosis der Aufführungssituation - zu betonen.“

Das Stück „Occident-Express“, über das wir vor drei Tagen schon berichtet hatten, sprengt bewusst den üblichen Rahmen des Theaters: Kostüm und Maske befinden sich auf der Bühne, die Schauspieler sind stets sich selbst, als Zuschauer erlebt man sie zwar in verschiedenen Rollen, doch bleiben sie stets die gleichen rumänischen Schauspieler, die nach dem Stück im Speisewagen etwas essen und sich vor der Aufführung mit Pantominenspielen die Zeit vertreiben.

Das Stuttgarter Publikum hatte seine Freude, die Vorstellung war ausverkauft, der Applaus lange und herzlich. Zum Glück war uns das Wetter auch gut gesinnt. Unsere Freude wird lediglich durch den Wetterbericht getrübt: anscheinend soll es Samstag hageln und ganze 13 Grad kalt werden. Hoffen wir (wie schon so oft) auf fehlerhafte Prognosen...